Glossar
HDR, Nits, VRR, eARC: Fernseher-Begriffe verständlich erklärt
Die Datenblätter der Hersteller lesen sich wie ein Rätsel. Wir übersetzen die wichtigsten Begriffe – und sagen, welche beim Kauf wirklich zählen.

Wer heute einen Fernseher kauft, bekommt ein Datenblatt voller Abkürzungen. Die meisten davon sind Marketing, ein paar entscheiden über das Bild. Hier die Begriffe, die uns in Beratungen am häufigsten gefragt werden – in der Reihenfolge ihrer Bedeutung.
Panel: OLED, QD-OLED, Mini-LED, QLED
OLED leuchtet je Bildpunkt selbst und kann jeden einzeln ausschalten: perfektes Schwarz, weiter Blickwinkel. QD-OLED ist eine Variante mit Quantenpunkten für kräftigere Farben und mehr Helligkeit. Mini-LED ist ein LCD mit Tausenden kleiner Leuchtdioden als Hintergrundlicht, die in Zonen gedimmt werden – sehr hell, ideal für helle Räume. QLED bezeichnet ein LCD mit Quantenpunkt-Farbfilter; das Wort sagt nichts über die Hintergrundbeleuchtung aus.
HDR: HDR10, HDR10+, Dolby Vision, HLG
HDR (High Dynamic Range) bedeutet mehr Kontrast und feinere Farbabstufungen als bei herkömmlichem Material. HDR10 ist die Grundform, die jeder Fernseher beherrscht. HDR10+ und Dolby Vision passen die Darstellung Szene für Szene an; Dolby Vision ist weiter verbreitet, Samsung setzt auf HDR10+. HLG ist die Variante für Fernsehsender. Wichtig: Ein Fernseher, der HDR «unterstützt», zeigt es nicht automatisch gut – dafür braucht es Helligkeit.
Nits
Nits sind die Einheit für Leuchtdichte. Ein Fernseher mit 300 Nits zeigt HDR nur dem Namen nach. Gute OLED-Geräte erreichen in kleinen Bildbereichen über 1000 Nits, Mini-LED-Geräte deutlich mehr. Für dunkle Wohnzimmer reichen 600 bis 800, für helle Räume darf es mehr sein.
Hertz, VRR, ALLM
Hertz gibt an, wie oft das Bild pro Sekunde aufgebaut wird. 60 Hz genügen für Fernsehen und Film, 120 Hz machen Sport und Spiele flüssiger. VRR (Variable Refresh Rate) passt die Bildrate an die Konsole an und verhindert Ruckler; ALLM schaltet automatisch in den Spielmodus mit kurzer Verzögerung. Beides ist Teil von HDMI 2.1.
HDMI 2.1 und eARC
HDMI 2.1 überträgt 4K mit 120 Hz und ist für Konsolen wichtig. Nicht jeder Anschluss am Fernseher kann das – oft sind es zwei von vier. eARC ist der Anschluss, über den der Ton verlustfrei zur Soundbar oder zum Verstärker geht; ohne eARC kommen nur komprimierte Tonformate an.
Local Dimming und Zonen
Bei LCD-Geräten wird das Hintergrundlicht in Zonen gesteuert. Mehr Zonen bedeuten weniger Lichthöfe um helle Objekte. Hersteller nennen die Zahl ungern; ab einigen hundert Zonen wird es gut, OLED braucht keine Zonen.
Bildprozessor und Upscaling
Der Prozessor rechnet Material in niedriger Auflösung – Fernsehen in HD, ältere Filme – auf 4K hoch und glättet Bewegungen. Hier unterscheiden sich die Hersteller mehr als beim Panel: Sony und LG gelten hier als besonders stark, Samsung ist dicht dran.
Filmmaker Mode
Ein Bildmodus, der alle Verschönerungen abschaltet und den Film so zeigt, wie er im Studio abgenommen wurde. Für Filmabende die beste Einstellung; für Sport ist ein hellerer Modus sinnvoller.
Was wirklich zählt
Panel-Typ passend zum Raum, echte Helligkeit, ein guter Prozessor und mindestens zwei HDMI-2.1-Anschlüsse. Alles andere sind Details – die wir in der Beratung gern einordnen – an Ihrem Sitzplatz, im Licht Ihres Wohnzimmers.
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