Gastronomie
Digitale Menüboards: Tageskarte, Allergene und Preise zentral steuern
Kreidetafel und Papierkarte kosten jeden Tag Zeit. Wie digitale Menüboards Tageskarte, Allergene und Preisänderungen automatisieren, wo sie über der Theke hängen und wie die Kasse mitspielt.
In der Gastronomie ändert sich die Karte täglich: Mittagsmenü, ausverkaufte Gerichte, neue Preise beim Lieferanten. Wer das auf Kreidetafel, Papierkarte und Website nachführt, verliert jeden Tag eine Viertelstunde und macht Fehler. In Beratungen mit Take-aways, Kantinen und Restaurants ist genau das der Auslöser für digitale Menüboards.
Was ein digitales Menüboard besser kann
Ein Menüboard ist ein Bildschirm über der Theke oder am Eingang, der Angebot, Preise und Bilder zeigt und zentral gepflegt wird. Der Unterschied zur Tafel liegt nicht in der Optik, sondern im Zeitplan: Frühstück bis 10.30 Uhr, Mittag bis 14 Uhr, dann die Abendkarte – automatisch, an jedem Standort gleichzeitig. Ausverkaufte Gerichte verschwinden per Tippen auf dem Tablet.
Tageskarte automatisch
Die Tageskarte wird einmal pro Woche in einer Tabelle oder direkt in der Signage-Software erfasst – Montag bis Freitag, je zwei bis drei Menüs. Der Bildschirm holt sich den richtigen Tag von selbst. Wer die Wochenkarte ohnehin als Excel oder Google-Tabelle führt, kann diese Datei als Datenquelle anbinden; die Küche pflegt weiterhin ihre Tabelle, der Bildschirm zeigt sie an.
Allergene korrekt anzeigen
Die Schweizer Lebensmittelinformationsverordnung verlangt, dass Gäste über die 14 deklarationspflichtigen Allergene informiert werden – schriftlich oder mündlich, sofern ein schriftlicher Hinweis darauf besteht, dass das Personal Auskunft gibt. Auf dem Menüboard bewähren sich Kürzel oder Symbole hinter dem Gericht und eine Legende am Rand. Wichtig ist, dass die Allergene am Gericht hängen und nicht an der Folie: Wird das Gericht in der Datenbank geändert, ändert sich die Kennzeichnung überall mit.
Preisänderungen zentral
Nach der Preisbekanntgabeverordnung müssen Preise für Speisen und Getränke gut sichtbar und aktuell sein – auch am Eingang. Bei drei Standorten und einer Preiserhöhung pro Quartal ist das mit Druckkarten ein Projekt, mit Menüboards ein Feld in der Software. Preise gehören an einen einzigen Ort, im Idealfall in die Kasse.
Bildschirmgrösse und Montage über der Theke
- Grösse: 43 bis 50 Zoll pro Board, meist zwei bis vier nebeneinander; Hochformat, wenn die Karte lang ist, Querformat für Bilder und Kategorien.
- Höhe: Unterkante 2,0 bis 2,3 Meter über Boden, damit das Personal nicht im Bild steht; Neigung 10 bis 15 Grad nach unten.
- Schrift: Gerichte mindestens 3 cm hoch, Preise ebenso – die Gäste stehen 2 bis 4 Meter entfernt in der Schlange.
- Umgebung: Über einer Fritteuse oder Grillplatte gehören nur Geräte mit geschlossenem Gehäuse und Fettfilter; Küchenluft setzt sich sonst in Lüfter und Panel.
- Betrieb: Signage-Displays für 16 Stunden Dauerbetrieb, mit Zeitschaltung; kein Fernseher, denn der zeigt nach Monaten das Logo als Geisterbild.
Verbindung mit dem Kassensystem
Der grösste Nutzen entsteht, wenn Kasse und Menüboard denselben Artikelstamm teilen. Dann gilt: Preis in der Kasse geändert, Preis auf dem Board geändert; Artikel als ausverkauft markiert, Artikel weg vom Board. Viele moderne Kassensysteme bieten dafür eine Schnittstelle oder einen Export. Wir prüfen vor dem Angebot, was Ihr System kann, und bauen sonst eine Zwischenlösung über eine gemeinsame Tabelle. Aufrufanzeigen für abholbereite Bestellungen laufen auf demselben Bildschirm mit.
Fazit
Digitale Menüboards lohnen sich dort, wo sich die Karte oft ändert, mehrere Standorte gleich aussehen sollen oder Gäste in der Schlange entscheiden. Entscheidend sind Zeitpläne, Allergene am Gericht statt auf der Folie und eine Anbindung an die Kasse. Wir planen Bildschirmgrösse, Halterung und Software und prüfen am Standort, wie ein Board aus zwei Metern wirkt.
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