Digital Signage
Welche Bildschirmgrösse für Digital Signage? Abstand, Höhe und Format
Die Grösse des Bildschirms ergibt sich aus Abstand, Inhalt, Montagehöhe und Format. Faustregeln aus der Montagepraxis, mit Tabelle.

Die Frage kommt in fast jedem Signage-Projekt: Wie gross soll der Bildschirm sein? Die ehrliche Antwort hängt nicht vom Budget ab, sondern von vier Dingen: dem Abstand der Betrachter, der Art der Inhalte, der Montagehöhe und dem Format. Wer diese vier Punkte vorher klärt, kauft einmal richtig.
Der Abstand bestimmt die Grösse
Für Bilder und Videos gilt eine einfache Faustregel aus der Praxis:
| Betrachtungsabstand | Passende Diagonale |
|---|---|
| bis 2 m | 43 bis 55 Zoll |
| 2 bis 3 m | 55 bis 65 Zoll |
| 3 bis 5 m | 75 bis 86 Zoll |
| 5 bis 8 m | 98 bis 120 Zoll |
Ab etwa acht Metern, in Hallen oder an Fassaden, ist ein einzelnes Display am Ende. Dann kommt eine LED-Wand ins Spiel, die sich modular auf jede Grösse bringen lässt.
Miss den Abstand dort, wo die Leute wirklich stehen oder sitzen: an der Theke, in der Warteschlange, am Tisch. Nicht an der Wand gegenüber.
Text braucht mehr Platz als Bilder
Ein Video wirkt auch auf kleiner Fläche. Text nicht. Für Schrift gilt: pro Meter Abstand mindestens ein Zentimeter Schrifthöhe, für ältere Augen und schnelle Blicke im Vorbeigehen lieber das Doppelte.
Ein Beispiel: Wer eine Preisliste aus sechs Metern lesen soll, braucht Buchstaben von sechs Zentimetern Höhe. Ein 65-Zoll-Bildschirm im Querformat ist rund 81 Zentimeter hoch. Da passen mit Zeilenabstand etwa acht Zeilen drauf, mehr nicht. Wer mehr zeigen will, braucht entweder einen grösseren Bildschirm oder mehrere Seiten, die wechseln.
Hoch oder quer
Das Format richtet sich nach dem Inhalt, nicht nach der Wand.
- **Hochformat** für Menükarten, Wegweiser, Stellenanzeigen, Personen und alles, was wie ein Plakat gelesen wird. Stelen im Gang und Displays im Schaufenster stehen meist hochkant.
- **Querformat** für Videos, Landschaften, Präsentationen, Tabellen und alles, was fürs Fernsehen gemacht wurde.
Einen Bildschirm einfach zu drehen reicht nicht. Die Inhalte müssen für das Format gestaltet sein, sonst bleiben oben und unten schwarze Balken und die Wirkung ist weg.
Die richtige Höhe
Die Bildmitte gehört auf Augenhöhe der Betrachter. Für stehende Menschen sind das rund 1,5 bis 1,7 Meter über dem Boden, für sitzende, etwa im Wartezimmer oder im Restaurant, rund 1,2 Meter.
Hängt der Bildschirm über den Köpfen, weil darunter Regale, Theke oder Laufwege sind, neige ihn leicht nach unten. Sonst spiegelt die Deckenbeleuchtung und die Farben wirken flau. Halterungen mit Neigung kosten kaum mehr als starre.
Licht und Helligkeit
Je heller der Raum, desto heller muss das Display sein. Ein Bildschirm gegenüber einem Fenster braucht deutlich mehr Leuchtkraft als einer im Innenraum. Im Schaufenster mit direkter Sonne reichen Fernseher nicht, dort braucht es Geräte, die für diesen Einsatz gebaut sind. Mehr dazu steht in unserem Beitrag zur Helligkeit im Schaufenster.
Halterung und Wand
Grosse Displays sind schwer. Ab 86 Zoll liegt das Gerät samt Halterung über 40 Kilogramm, bei 98 und 120 Zoll deutlich mehr. Die Wand muss das tragen, bei Gipskarton braucht es eine Unterkonstruktion oder einen Standfuss. Dazu gehören Strom und Netzwerk hinter dem Gerät, damit kein Kabel sichtbar hängt, und ein Player, der die Inhalte zuverlässig abspielt.
Kurz entscheiden
1. Abstand messen, wo die Leute wirklich stehen. 2. Inhalt festlegen: Video, Bild oder Text. 3. Format nach Inhalt wählen, nicht nach Wand. 4. Bildmitte auf Augenhöhe, sonst neigen. 5. Helligkeit nach Raumlicht. 6. Wand, Strom, Netzwerk und Player vor dem Kauf klären.
Wir planen das mit dir vor Ort, montieren das Gerät und richten die Inhalte ein, in Solothurn und in der ganzen Schweiz.

Persönlich
Philip Fiumi
Geschäftsführer
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