Technik
Ladezeit ist Umsatz: Was Core Web Vitals wirklich bedeuten
Seit 2020 misst Google, wie schnell und ruhig eine Seite lädt. Die drei Werte lassen sich einfach erklären – und meistens günstig verbessern.

Google bewertet seit 2020 nicht nur, was auf einer Seite steht, sondern wie sie sich anfühlt. Drei Messwerte fassen das zusammen. Sie klingen technisch, meinen aber sehr alltägliche Dinge.
LCP: Wann ist das Wichtigste sichtbar?
Largest Contentful Paint misst, wann der grösste sichtbare Inhalt steht – meist das Hauptbild oder die Überschrift. Unter 2,5 Sekunden gilt als gut. Der häufigste Bremsklotz ist ein zu grosses Bild. Moderne Formate, richtige Grössen und ein früher Ladehinweis lösen das in den meisten Fällen.
INP: Wie schnell reagiert die Seite?
Interaction to Next Paint hat 2024 den alten Wert FID abgelöst und misst, wie lange es dauert, bis nach einem Klick etwas passiert. Unter 200 Millisekunden ist gut. Schlechte Werte kommen fast immer von zu viel Skript, das beim Laden ausgeführt wird – Tracker, Chat-Fenster, Schriftarten aus fremden Quellen.
CLS: Springt das Layout?
Cumulative Layout Shift misst, wie stark Inhalte verrutschen, während geladen wird. Wer schon einmal danebengeklickt hat, weil eine Anzeige nachgeladen wurde, kennt das Problem. Die Lösung ist banal: feste Grössen für Bilder und Werbeflächen reservieren.
Was das praktisch bringt
Eine Sekunde weniger Ladezeit verändert Absprungrate und Bestellabschlüsse messbar. Wir liefern Websites mit vorgerenderten Seiten aus, laden Bilder in der passenden Grösse und binden keine fremden Skripte ein, ohne den Preis dafür zu kennen. Das ist kein Zauber, sondern Handwerk.
Was wir bei jedem Projekt tun
- Bilder in modernen Formaten ausliefern und in der Grösse, die das Gerät wirklich braucht.
- Seiten vorrendern, wo der Inhalt sich selten ändert.
- Schriften selbst hosten statt von fremden Servern laden.
- Skripte erst laden, wenn sie gebraucht werden – Chat, Karten, Tracker.
- Feste Seitenverhältnisse für alle Bilder, damit nichts springt.
Was man selbst prüfen kann
Google stellt zwei Werkzeuge bereit: PageSpeed Insights für eine Einzelmessung und die Search Console für die echten Werte der eigenen Besucher über 28 Tage. Der zweite Wert zählt, denn er misst reale Geräte und Verbindungen, nicht ein Rechenzentrum.
Wichtig ist der Blick aufs Handy. Über die Hälfte der Zugriffe kommt mobil, oft über Mobilfunk. Eine Seite, die am Bürorechner in einer Sekunde steht, kann unterwegs fünf brauchen.
Der Zusammenhang mit dem Umsatz
Studien grosser Händler zeigen seit Jahren dasselbe Muster: Jede zusätzliche Sekunde Ladezeit kostet Bestellungen im zweistelligen Prozentbereich. Für einen kleinen Shop mit hundert Bestellungen im Monat ist das kein akademisches Thema, sondern der Unterschied zwischen zehn und zwölf Aufträgen pro Woche.
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