KI-Sichtbarkeit
Wenn niemand mehr googelt: Sichtbarkeit in KI-Antworten
ChatGPT, Perplexity und Google AI beantworten Fragen, statt Links zu zeigen. Wer genannt werden will, muss anders schreiben.

Die Suche hat sich in kurzer Zeit stärker verändert als in den fünfzehn Jahren davor. Immer mehr Menschen stellen ihre Frage einem Assistenten und bekommen eine Antwort – ohne Trefferliste. Für Unternehmen heisst das: Es reicht nicht mehr, auf Platz eins zu stehen. Man muss in der Antwort vorkommen.
Warum klassische Suchmaschinenoptimierung nicht genügt
Ein KI-Assistent liest keine Metatitel und zählt keine Verlinkungen im alten Sinn. Er sucht nach Textstellen, die eine Frage sauber beantworten, und nach Quellen, die er als verlässlich einstuft. Wer seine Leistungen in Werbesprache beschreibt, liefert nichts, was zitiert werden kann.
Was hilft: Antworten statt Anpreisung
Auf jeder unserer Leistungsseiten steht ein Block «Kurz gesagt» – drei bis fünf Sätze, die die häufigste Frage direkt beantworten, mit Ort, Zahlen und Einschränkungen. Genau solche Absätze übernehmen Assistenten. Dazu kommen echte Fragen und Antworten am Seitenende, ausgezeichnet als FAQ, damit Maschinen die Struktur erkennen.
Technische Voraussetzungen
- Schema.org für Organisation, Leistung, FAQ und Wegleitung.
- Eine Datei llms.txt, die das Angebot maschinenlesbar zusammenfasst.
- robots.txt, die KI-Crawler ausdrücklich zulässt, statt sie versehentlich zu sperren.
- Saubere, sprechende Adressen und schnelle Ladezeiten.
Messen statt hoffen
Wir fragen die grossen Assistenten monatlich dieselben Fragen und protokollieren, ob und an welcher Stelle ein Unternehmen genannt wird. Erst damit wird sichtbar, ob eine Massnahme wirkt. Ohne Messung ist Sichtbarkeit in KI-Antworten ein Bauchgefühl.
Was wir konkret umsetzen
Für jede Leistungsseite schreiben wir einen Antwortblock von drei bis fünf Sätzen, der die häufigste Frage beantwortet und dabei Ort, Zahlen und Grenzen nennt. Darunter stehen echte Fragen aus Kundengesprächen mit Antworten von zwei bis vier Sätzen. Beides wird als strukturierte Daten ausgezeichnet.
Dazu kommt eine Datei llms.txt im Wurzelverzeichnis: eine maschinenlesbare Zusammenfassung des Unternehmens mit Fakten, Leistungen und Adressen. Sie ist kein offizieller Standard, wird aber von mehreren Assistenten gelesen und kostet wenig Aufwand.
Der Unterschied zwischen AEO und GEO
Beide Begriffe kursieren. Answer Engine Optimization meint die Optimierung auf Antwortmaschinen allgemein, Generative Engine Optimization speziell auf generative Systeme. In der Praxis überschneidet sich das stark: klare Antworten, belegbare Fakten, saubere Struktur, erkennbare Urheberschaft.
Was nicht funktioniert
Keyword-Listen im Fliesstext, versteckte Texte, künstlich erzeugte Massentexte. Assistenten bewerten Kohärenz und Übereinstimmung mit anderen Quellen. Wer behauptet, Marktführer zu sein, ohne dass es irgendwo sonst steht, wird nicht zitiert.
Wie oft man messen sollte
Monatlich reicht. Wir stellen den grossen Assistenten dieselben zehn bis zwanzig Fragen, die potenzielle Kunden stellen würden, und protokollieren, ob und wie das Unternehmen vorkommt. Aus der Entwicklung über sechs Monate lässt sich ablesen, ob eine Massnahme wirkt.
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