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Glossar

Atmos, eARC, Codecs, Watt: Sound-Begriffe verständlich erklärt

Die Audiowelt liebt Abkürzungen. Wir erklären die Begriffe, die in Beratungen am häufigsten fallen – und welche davon beim Kauf tatsächlich zählen.

Sound2 Min.Aktualisiert
Atmos, eARC, Codecs, Watt: Sound-Begriffe verständlich erklärt

Ob Soundbar, Lautsprecher oder Kopfhörer: Die Datenblätter sind voller Begriffe, die mehr verwirren als erklären. Hier die wichtigsten, sortiert nach dem, was sie im Alltag bedeuten.

Dolby Atmos und DTS:X

Beide sind Tonformate mit Höhe: Effekte werden als Objekte im Raum platziert, nicht mehr fest auf Kanäle verteilt. Atmos ist bei Streamingdiensten und Soundbars Standard, DTS:X eher auf Blu-ray. Ob es beeindruckt, hängt weniger vom Logo ab als von den Lautsprechern, die den Ton in die Höhe bringen.

ARC und eARC

ARC (Audio Return Channel) schickt den Ton vom Fernseher über HDMI zur Soundbar – komprimiert. eARC hat die Bandbreite für verlustfreie Formate wie Dolby TrueHD und Atmos in voller Qualität. Beim Fernseherkauf auf eARC achten; beim Anschliessen das richtige HDMI-Buchse am Fernseher verwenden, sie ist beschriftet.

Kanäle: 2.1, 5.1, 7.1.4

Die erste Zahl sind die Lautsprecher auf Ohrhöhe, die zweite der Subwoofer, die dritte die Höhenlautsprecher. 5.1.2 bedeutet also fünf Lautsprecher, ein Subwoofer, zwei in der Decke. Bei Soundbars sind die Zahlen grosszügig gezählt – die Chassis sitzen alle in einem Gehäuse.

Watt

Die Leistungsangabe sagt wenig über Lautstärke und nichts über Klang. Relevant ist die Dauerleistung (RMS), nicht die Spitzenangabe; und ob der Lautsprecher mit wenig Leistung viel Schalldruck erzeugt, steht bei der Empfindlichkeit in Dezibel. Ein guter Lautsprecher mit 50 Watt spielt lauter und sauberer als ein schlechter mit 200.

Impedanz und Empfindlichkeit

Die Impedanz in Ohm (meist 4 oder 8) muss zum Verstärker passen; moderne Verstärker kommen mit beidem zurecht. Die Empfindlichkeit (Dezibel bei einem Watt in einem Meter) sagt, wie laut ein Lautsprecher pro Watt wird – 90 ist gut, 85 braucht einen kräftigeren Verstärker.

Bluetooth-Codecs: SBC, AAC, aptX, LDAC, LC3

Der Codec bestimmt, wie stark Musik für die Funkübertragung komprimiert wird. SBC ist die Grundform, AAC die Wahl von Apple, aptX und aptX Adaptive die von Android-Herstellern, LDAC von Sony mit höchster Datenrate. LC3 ist der neue Standard für Bluetooth LE Audio – sparsamer und die Grundlage für Auracast, mit dem ein Sender viele Hörer gleichzeitig versorgt. Wichtig: Beide Seiten müssen den Codec können.

WLAN-Streaming: AirPlay, Chromecast, Spotify Connect

Über WLAN geht Musik unkomprimiert und ohne Unterbruch durch Telefonanrufe. AirPlay 2 ist Apples Weg, Chromecast der von Google, Spotify Connect und Tidal Connect verbinden die Dienste direkt mit dem Lautsprecher. Multiroom-Systeme wie Sonos oder BluOS bringen ihre eigene Technik mit und unterstützen meist mehrere davon.

Hi-Res und verlustfrei

CD-Qualität sind 16 Bit und 44,1 kHz; Hi-Res geht darüber hinaus. Verlustfrei (FLAC, ALAC, Apple Lossless) bedeutet, dass nichts weggerechnet wird. Der hörbare Gewinn gegenüber gutem Streaming ist klein und braucht gute Lautsprecher – mehr bringt oft die Aufstellung.

Raumkorrektur

Dirac Live, Audyssey, YPAO, Trueplay: Software, die den Raum ausmisst und den Klang an ihn anpasst. Bei Subwoofern und in schwierigen Räumen bringt sie mehr als jedes Kabel.

Was zählt

eARC am Fernseher, ein Streamingweg, den alle im Haushalt nutzen, und Lautsprecher, die zum Raum passen. Der Rest ist Datenblatt.

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