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Raumakustik

Lautsprecher aufstellen: Warum der Raum die halbe Anlage ist

Die gleichen Lautsprecher klingen in zwei Wohnzimmern völlig verschieden. Was Aufstellung, Möbel und ein paar einfache Regeln ausmachen – ohne Umbau.

Sound2 Min.Aktualisiert
Lautsprecher aufstellen: Warum der Raum die halbe Anlage ist

Der teuerste Fehler in der Audiowelt ist, den Raum zu ignorieren. Ein mittelprächtiger Lautsprecher in einem guten Raum schlägt einen sehr teuren in einem schlechten. Die gute Nachricht: Die meisten Verbesserungen kosten nichts ausser einen Nachmittag.

Das Stereodreieck

Zwei Lautsprecher und der Hörplatz bilden ein gleichseitiges Dreieck: Abstand zwischen den Boxen gleich dem Abstand zum Ohr. Die Lautsprecher leicht zum Hörplatz eindrehen, die Hochtöner auf Ohrhöhe. Das ist die Grundlage für ein Klangbild, in dem die Sängerin in der Mitte steht und nicht aus zwei Kisten kommt.

Abstand zur Wand

Jeder Lautsprecher braucht Luft. Nah an der Wand wird der Bass dick und dröhnend, in der Ecke doppelt. Als Ausgangspunkt gelten 40 bis 60 Zentimeter zur Rückwand; Regalboxen im Regal sind ein Kompromiss, den man durch etwas weniger Bass am Verstärker ausgleicht. Lautsprecher mit Bassreflexöffnung nach hinten reagieren empfindlicher als solche mit Öffnung nach vorn oder geschlossenem Gehäuse.

Der Subwoofer

Sein Platz ist nicht die Ecke, in die er passt, sondern die Stelle, an der der Bass gleichmässig ist. Ein alter Trick: Subwoofer auf den Hörplatz stellen, Bass laufen lassen, im Raum herumgehen und dort, wo er am besten klingt, den Subwoofer hinstellen. Zwei kleine Subwoofer sind gleichmässiger als ein grosser.

Reflexionen

Harte Flächen werfen den Schall zurück und verwaschen das Bild. Die wichtigsten Stellen sind die Seitenwände zwischen Lautsprecher und Hörplatz, der Boden davor und die Wand hinter dem Sofa. Ein Teppich, ein Vorhang, ein Bücherregal oder ein Bild mit Stoff dahinter wirken erstaunlich. Grosse Glasflächen sind die häufigste Herausforderung in modernen Wohnräumen; hier helfen Vorhänge mehr als jedes Gerät.

Der Bass und der Raum

Tiefe Töne bilden in jedem Raum stehende Wellen: Stellen, an denen ein Ton dröhnt, und andere, an denen er fehlt. Das lässt sich nicht wegstellen, aber messen und ausgleichen: Raumkorrektur in Verstärker, Soundbar oder Subwoofer misst mit Mikrofon und korrigiert die schlimmsten Stellen. Sonos nennt das Trueplay, Denon und Marantz Audyssey, Dirac ist der Massstab.

Möbel und Menschen

Ein Sofa, Bücher, Pflanzen und Teppiche sind die besten Akustikelemente – ein leeres, hallendes Wohnzimmer klingt mit jeder Anlage schlecht. Und die Lautsprecher gehören nicht in ein geschlossenes Möbel: Was man nicht sieht, hört man auch nicht.

Einbaulautsprecher

Lautsprecher in Wand und Decke sind unsichtbar, brauchen aber ein Rückgehäuse, damit der Hohlraum nicht mitdröhnt und der Nachbar nichts hört. Die Position wird geplant, bevor der Gipser kommt – nachträglich ist der Spielraum klein.

Unser Angebot

Wir stellen Lautsprecher am Ort auf, messen den Raum und richten die Korrektur ein. Meistens ist das Ergebnis besser als ein Gerätetausch, und deutlich günstiger.

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